Das Experiment: Eine Person. 33 Minuten
Die meisten Unternehmen investieren viel in Tools, Prozesse und Strukturen.
Und erstaunlich wenig in etwas viel Einfacheres: sich wirklich kennenzulernen.
Deshalb haben wir ein kleines Experiment gestartet: „33 Minuten: Unter uns“.
Eine Person. 33 Minuten. Keine Slides, keine Agenda. Nur ein persönlicher Gegenstand als Einstieg – und ein Gespräch, das sich entwickelt.
Moderatorin Tanja Bülter führt einfühlsam durch den Talk, das Konzept haben wir gemeinsam entwickelt.
Was dann passiert, ist schwer planbar – aber deutlich spürbar: Man versteht plötzlich, wie jemand denkt. Woher Perspektiven kommen. Warum Dinge so entschieden werden.
Zur Premiere: David Modjarad, VIP-Reporter für „RTL Exclusiv“, sonst derjenige, der die Fragen stellt.
Und genau darin lag der Reiz: nicht das Interview, sondern der Blick auf die Person dahinter.
Der Effekt: größer als der Aufwand.
Vielleicht unterschätzen wir, wie viel sich verändert, wenn Menschen sich einfach besser verstehen.
Die unterschätzte SOCIAL-MEDIA-POWER von 55+
Die spannendste Bewegung im Social-Media-Kosmos findet gerade nicht bei den Teenagern statt, sondern bei den 55- bis 74-Jährigen.
Sie holen auf Instagram, Facebook & Co. deutlich auf – in nur vier Jahren geht es teils um zehn Prozentpunkte nach oben (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Für Medienhäuser und Redaktionen ist das interessant, weil:
- die vermeintlich „lineare“ Zielgruppe längst im Feed mitscrollt,
- diese Nutzer:innen oft als besonders treu, zahlungskräftig und loyal gegenüber starken Marken gelten,
- und viele von ihnen bereit sind, für guten, verlässlichen Journalismus tatsächlich ein Abo abzuschließen – statt nur zu liken.
Und das gilt nicht nur für Medien: Auch Marken, Verbände, Bildungseinrichtungen oder Kulturinstitutionen können hier eine Community erreichen, die wächst, investiert und Beziehungen langfristig pflegt – im Social Feed und darüber hinaus.
KI-Zitateranking
Medien- und Zitaterankings gibt es viele – aber die wirklich spannenden sind inzwischen die aus der KI‑Welt. Wenn Millionen Menschen ihre Fragen an Chatbots richten, ist entscheidend, welche Marken diese Systeme überhaupt noch zitieren. Die Auswertung von Bernstein Analytics im LLM‑Zitateranking Q4/2025 zeigt genau das:
Im Ranking führt tagesschau.de vor spiegel.de –und ntv.de schießt auf Platz 6. Glückwunsch an die Kolleg:innen!
Das Signal ist klar: Seriöser Journalismus setzt sich gegen Clickbait und Meinungslärm durch, gerade dort, wo KI Antworten bündelt.
Die eigentliche Frage lautet: Wenn KI‑Assistenten zur wichtigsten Verteilstation für verlässliche Informationen werden - wie finanzieren wir diesen Qualitätsjournalismus in Zukunft? Wer zahlt für die Inhalte, die die Algorithmen so selbstverständlich nutzen?